Franz Xaver Ohnesorg vergreift sich im Ton

Im vergangenen Frühjahr musste Maurizio Pollini seinen geplanten Klavierabend beim Klavierfestival Ruhr leider krankheitsbedingt verschieben, den vorgesehenen Nachholtermin am 3. September hat er vor wenigen Tagen auf ärztlichen Rat dann ebenfalls abgesagt, an seiner Stelle konnte Igor Levit verpflichtet werden. Intendant Franz Xaver Ohnesorg informierte darüber die Karteninhaber und Adressaten des Festival-Newsletters:

“Franz Xaver Ohnesorg vergreift sich im Ton” weiterlesen

Die schlimmsten Publikumssünden im Konzert

Neulich beim Klavierfestival Ruhr: Arkadi Volodos gibt zum Abschluss eines zu recht gefeierten Klavierabends eine letzte Zugabe von geschätzt zweieinhalb Minuten Dauer. Nach wenigen Takten steht eine ältere Dame von ihrem Platz in der ersten Reihe rechts (also nicht nur im Blickfeld sämtlicher Besucher sondern auch genau in der Blickrichtung des Pianisten) auf, steigt bis zur Hälfte des Saales nach oben zum nächsten Ausgang, lässt diesen öffnen (wodurch in den abgedunkelten Saal ein heller Lichtschein strömt) und verlässt das Konzert, dessen reguläres Ende abzuwarten nur wenige Augenblicke gedauert hätte. “Die schlimmsten Publikumssünden im Konzert” weiterlesen

Klaviermusik in Großbritannien, Artikelserie von Peter Westendorf

Ich freue mich sehr, dass Peter Westendorf, Kenner und Liebhaber von Klaviermusik – besonders solcher, die abseits der ausgetretenen Pfade liegt – , sich bereit erklärt hat, für diese Website nach und nach eine Artikelserie über britische Komponisten und ihre Werke für Klavier zu schreiben. “Klaviermusik in Großbritannien, Artikelserie von Peter Westendorf” weiterlesen

Eindrücke aus der Elbphilharmonie

Am vergangenen Freitag war ich zum ersten Mal in der Elbphilharmonie, wo Jewgeni Kissin mit dem NDR-Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock Bartoks zweites Klavierkonzert spielte. Nach der Pause folgte Mahlers erste Symphonie in der “Hamburger Fassung” (allerdings absurderweise ohne den dazugehörigen “Blumine-Satz” und somit weder in Mahlers Früh- noch Spätfassung sondern in einer Art “Hengelbrock-Fassung”; was soll der Quatsch?). Meine Erwartungen waren natürlich gespannt hoch. “Eindrücke aus der Elbphilharmonie” weiterlesen