{"id":579,"date":"2025-06-28T11:20:04","date_gmt":"2025-06-28T09:20:04","guid":{"rendered":"https:\/\/christiankoehn.de\/?p=579"},"modified":"2025-07-21T15:30:07","modified_gmt":"2025-07-21T13:30:07","slug":"giselher_klebe_100-projekt-zum-100-geburtstag-von-giselher-klebe-an-der-hochschule-fuer-musik-detmold-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christiankoehn.de\/?p=579","title":{"rendered":"Giselher Klebe_100, Projekt zum 100. Geburtstag von Giselher Klebe an der Hochschule f\u00fcr Musik Detmold"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Programm Orchestermusik<\/h2>\n\n\n\n<p>29.10.2025, 19.30 Uhr, Konzerthaus Detmold<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford wird bei diesem Konzert unter der Leitung von vier Studierenden aus der Dirigierklasse von Prof. Florian Ludwig spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Notturno op. 97 schrieb Giselher Klebe 1987, die Urauff\u00fchrung spielten am 30. Januar 1988 im Rahmen der Salzburger Mozartwoche die Wiener Philharmoniker unter Leopold Hager. Klebe beschrieb das St\u00fcck in einem Werkkommentar als \u201eruhige Nachtmusik in einem Satz, [die sich] in drei Teile [gliedert].\u201c Die Intervallsymmetrie des Streicherakkords zu Beginn (von unten nach oben gis-e-g-d-f-cis, also oben und unten jeweils kleine Sext und kleine Terz) ist f\u00fcr Klebe typisch und markiert in sich die Pole Atonalit\u00e4t und Tonalit\u00e4t, zwischen denen sich die Komposition bewegt. Das folgende zentrale melodische Motiv aus Oktav und Tritonus (a<sup>1<\/sup>, a<sup>2<\/sup>, es<sup>2<\/sup>) verwendete Klebe sp\u00e4ter auch in dem Klavierzyklus \u201eWidmungen\u201c op. 115. Interessant ist noch die Formulierung von Klebes k\u00fcnstlerischem Credo in dem besagten Werkkommentar: \u201eSeitdem ich vor 30 Jahren begann, mir aus der tonalen Chromatik der Zw\u00f6lfton-Kompositionsidee heraus eine eigene Klangsprache zu entwickeln, bin ich von dem st\u00e4ndigen Wunsch geleitet worden, die Geste und die Sprache meiner Musik immer einfacher und klarer zu gestalten, um damit sich steigernde Intensit\u00e4t des Ausdrucks zu erreichen. Ich bin tief davon \u00fcberzeugt, da\u00df jeder K\u00fcnstler die Mittel seiner Sprache so auf seine individuelle Ausdruckskraft konzentrieren mu\u00df, um dem (\u2026) Zuh\u00f6rer die M\u00f6glichkeit zu geben, die jeweilige Mitteilung erleben zu k\u00f6nnen. (\u2026) Mir erscheint jede Expansion als Zeichen einer Ohnmacht, jede Massierung der Mittel ein Zeichen des Vertrauensverlustes in die eigene Aufgabe. Meine ganze Leidenschaft gilt dem Streben nach Klarheit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die viers\u00e4tzige 7. Symphonie schrieb Klebe 2002 nach dem Tod seiner Frau Lore, die (zun\u00e4chst ungenannte, sp\u00e4ter offizielle) Librettistin aller seiner bis dahin entstandenen Opern gewesen war. Dem dunklen, dramatisch zugespitzten und im zweiten Satz stellenweise grotesken Tonfall steht eine \u201eklassische Proportionalit\u00e4t und Formgebung wie auch die Plastizit\u00e4t und Konzisit\u00e4t der Themenbildung\u201c (Brigitte Sch\u00e4fer-Schwartze) gegen\u00fcber, die an das Werk des Widmungstr\u00e4gers Joseph Haydn erinnert, aus dessen Namen das thematische Material entwickelt ist. Die Urauff\u00fchrung spielten 2003 das Orchester des Nationaltheaters Mannheim unter Friedemann Layer.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzert wird er\u00f6ffnet durch die Paganini-Variationen von Giselher Klebes Lehrer Boris Blacher, vor der Pause erklingt Joseph Haydns Symphonie Nr. 70, D-Dur, nach der Pause folgt die Urauff\u00fchrung eines St\u00fcckes der Komponistin Ulyana Saulina, inspiriert von Giselher Klebes Musik.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Programm Orchestermusik 29.10.2025, 19.30 Uhr, Konzerthaus Detmold Die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford wird bei diesem Konzert unter der Leitung von vier Studierenden aus der Dirigierklasse von Prof. Florian Ludwig spielen. Das Notturno op. 97 schrieb Giselher Klebe 1987, die Urauff\u00fchrung spielten am 30. 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